
Domaine Caroline Frey
Caroline Frey
Schweiz
Wallis
Die Domaine Caroline Frey in Fully im Wallis ist das neue Projekt der bekannten Winzerin Caroline Frey. Ihr Ziel ist es, das alpine, einzigartige Terroir des Wallis in ihren Weinen zum Ausdruck zu bringen. Caroline Frey, die bereits durch ihre Arbeit auf den weltberühmten französischen Betrieben Château La Lagune, Domaine Paul Jaboulet Aîné, Domaine La Chapelle und auch der Domaine Caroline Frey im Burgund höchste Anerkennung fand, entdeckte in den extrem steilen Hängen von Fully ihr persönliches Herzensprojekt. Die Domaine konzentriert sich auf eine Bewirtschaftung, die den Schutz der Natur in Zentrum rückt und gleichzeitig Weine von präziser Herkunft hervorbringt.
Das Fundament der Domaine Caroline Frey im Wallis bildet eine geologische Besonderheit, die innerhalb der Schweizer Weinlandschaft eine Ausnahmestellung einnimmt. Während grosse Teile des Wallis von Kalkstein und Schiefer geprägt sind, zeichnet sich die Lage in Fully durch massifen Zentralalpengranit aus. Dieser Genis- und Granitboden ist sauer und extrem mineralisch, was den Weinen eine spezifische Struktur und eine feine Salzigkeit verleiht. Die Reben krallen sich förmlich in die steilen Terrassen, die durch historische Trockensteinmauern gesichert sind. Diese exponierte Südlage profitiert zudem vom Fähn, einem warmen Fallwind, der die Trauben trocknet und die Koonzentration der Aromen fördert, während die nächtliche Abkühlung aus den Bergen die essenzielle Säure bewahrt.
Die Bewirtschaftung der Domaine Caroline Frey im Wallis folgt konsequent den Prinzipien der Biodynamie. Für die Winzerin ist dies kein Marketinginstrument, sondern die einzige Möglichkeit, die Vitalität der Bäden und die Identität der Rebsorten zu erhalten. Es wird vollständig auf chemish-synthetische Spritzmittel verzichtet, stattdessen kommen Tee und homöopathische Präparate zum Einsatz. Eine Besonderheit ist die hohe Biodiversität im Weinberg: Zwischen den Reben dürfen Wildblumen und Kräuter wachsen, die als Lebensraum für Nützlinge dienen. Diese ganzheitliche Sichtweise führt dazu, dass die Reben widerstandsfähiger gegen klimatische Schwankungen werden und das Terroir unverfälscht in die Flasche transportieren.
Der Prozess der Weinbereitung auf der Domaine Caroline Frey im Wallis ist von minimalen Eingriffen geprägt. Die Lese erfolgt ausschliesslich von Hand, was in den schwindelerregenden Steillagen ohnehin die einzige Option darstellt. Im Keller wird die Schwerkraft genutzt, um das Lesegut so schonend wie möglich zu bewegen. Die Gärung startet spontan mit weineigenen Hefen, um die aromatische Komplexität des Grantibodens nicht zu maskieren. Der Ausbau findet je nach Rebsorte in gebrauchten Holzfässern oder Stahltanks statt, wobei der Einsatz von Schwefel auf ein absolutes Minimum reduziert wird. Das Ergebnis sind Weine von aussergewöhnlicher Reinheit, wobei insbesondere der Petite Arvine, die Paradesorte der Region, durch seine vibrierende Energie und die typische Rhabarbernote besticht. Auch der Syrah der Domaine zeigt kühle, pfeffrige Eleganz, die stark an die nördliche Rhône erinnert, jedoch durch die alpine Frische des Wallis ergänzt wird. Desweiteren gibt es Humagne rouge, Cornalin, Pinot Noir und Gamay.



















